Dienstag, 28. Februar 2017

warum es nichts bringt, Gleiches mit Gleichem zu vergelten


Gerade beim putzen habe ich mir so meine Gedanken gemacht.

Es gibt Freunde, die rechnen alles haarklein gegeneinander auf. Wenn sie etwas für dich tun, dann erwarten sie dafür eine Gegenleistung. So nach dem Motto, ich habe mir jetzt eine halbe Stunde deine Probleme und Sorgen angehört, jetzt bist du aber dran. Ich habe dir zum Geburtstag ein Geschenk im Wert von 30,- € gemacht, da erwarte ich von dir ein gleichwertiges Geschenk. Ich habe dich zuletzt angerufen, jetzt musst du mich wieder anrufen.

Mal davon abgesehen, dass das mit Freundschaft relativ wenig zu tun hat, funktioniert so einfach unsere Welt nicht. Viele Menschen meinen das aber mittlerweile.

Viele sind so eingestellt, dass sie nur noch Dinge tun, wenn sie darin einen persönlichen Vorteil sehen.

Damit meine ich nicht nur, dass wir Arbeiten gehen, weil wir Geld dafür bekommen (und ja keine Minute länger als unbedingt erforderlich). Sondern auch, dass wir beim Kindergartenfest einen Salat oder Kuchen extra mitbringen, bei der Schulfeier freiwillig einen zusätzlichen Standdienst übernehmen, uns zum Elternsprecher wählen lassen, die Schwiegermutter zum Frisör fahren, und und und. Aus welcher Motivation heraus? Weil wir so uneigennützig und selbstlos sind? Oder eher weil wir gut dastehen wollen? Weil wir uns Lob, Bestätigung, Anerkennung und Liebe wünschen, für das was wir tun. Oder weil wir uns hinterher so unglaublich gut fühlen? Wir bedienen mit allem immer wieder unser Ego.

Wie wäre es, etwas Gutes zu tun und niemandem davon zu erzählen? Es nicht an die große Glocke zu hängen, wenn wir jemanden geholfen haben? Einfach nur um unsere Welt ein kleines bisschen ins Gleichgewicht zu bringen.

Die Bedienung im Restaurant hat sich zu unseren Gunsten verrechnet und merkt es nicht. Wie wäre es einfach ehrlich zu sein und sie darauf hinzuweisen.

Wenn jeder von uns einfach ab und zu mal etwas völlig Uneigennütziges tun würde. Etwas für andere oder für die Erde, ohne dafür etwas zu bekommen. Kein Geld, kein Lob, keine Anerkennung, noch nicht mal das gute Gefühl, ein besserer Mensch zu sein. Einfach mal geben, ohne zu nehmen.

Nicht nur schimpfen, über die Bösen und was alles schlecht läuft auf unserer Erde.
Sondern es besser machen.
Ein kleines bisschen kann jeder von uns dazu beitragen, die göttliche Ordnung wieder herzustellen.

Die einen glauben vielleicht nicht an einen Gott und sagen, ach, eh alles egal, hier kann jeder machen was er will. Passiert sowieso nichts. Es gibt keine Gerechtigkeit auf Erden.

Der andere glaubt an Gott und sagt sich, Gott liebt uns alle, wir sind alle seine Kinder und er vergibt uns alle unsere Sünden, weil er uns bedingungslos liebt. Und die Hölle gibt es sowieso nicht. Also, komm ich eh in den Himmel, egal wie ich mich hier auf der Erde benehme.

Aber was ist, wenn wir immer wieder auf die Erde kommen? Wenn wir in jedem Leben aufs Neue die Chance bekommen, das was wir im vorigen Leben nicht so gut gemacht haben, wieder gut zu machen? Das wäre doch die Gerechtigkeit schlechthin, oder?

nachdenkliche Grüße
Patricia




Kommentare:

  1. Hallo Patricia,
    danke, für diese Zeilen, und dass diese wahren Worte einige Leser erreicht,
    ich wünsche dir noch einen
    ruhigen Abend
    und sende dir liebe Grüße
    Hermine

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  2. Liebe Patricia,
    es ist so Real was du hier schreibst und so Schade, dass es so gelebt und erlebt wird.
    Lieber Gruss Heidi

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  3. Liebe Patricia,
    da steckt viel wahres drin in deinen Worten und wenn jeder bei sich mal anfangen würde, darüber nachzudenken und ein bisschen was zu ändern, dann würde die Welt sicher ein Stück besser werden.

    Die Tulpen sind auch traumhaft schön.
    LG Dani

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  4. Liebe Patricia
    ich glaube an Gott...ich habe durch meinen verstorbenen Bruder ein besonderen Moment erlebt wo andere jetzt sagen würden " jibt et nit "
    Ich habe es mir abgewöhnt mich über so genannte Freunde aufzuregen und aussortiert....ich mache gerne Dinge einfach so und immer wieder, habe das immer schon gemacht, weil ich so bin.
    Meine Schwester sagt immer Du bist ein Gutmensch...☺️ Ich erwarte nichts und es kommt doch immer wieder zurück.
    Und ich weis jeder bekommt seine Strafe, jeder muss sich irgendwann im Leben für das stellen was er getan hat, für mich ist es logisch mit der Natur, Mitmenschen und den Tieren sorgsam umzugehen.
    Und diesen so genannten Egoisten und nur Bedienern zeige ich die kalte Schulter und sage aber sehr direkt meine Meinung, das passt nicht allen aber da kann ich mit einem Lächeln drüber stehen....
    Auch hier im Bloggerleben werden nur die Blogs gelesen die Hochglanzbilder und Anleitungen, DYS liefern....machst Du bei bestimmten Aktionen nicht mit bist Du außen vor " aber auch da Lächle ich...
    Eine Tante hat einmal gesagt...
    " Wer nicht kommt, braucht nicht zu gehen "
    Deine Worte sind ehrlich und Zeitnah DANKE das Du das mal angesprochen hast 😉💕💕💕
    Liebe Grüße Patrizia

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  5. Liebe Patricia,
    da hat Du aber wirklich einen tollen Post gebracht und ich glaube manch einer braucht solche Anstöße..aber ich wage zu sagen, das in meinem Umfeld, die meisten keine Gegenleistung erwarten. Ich selbst habe gerade am Samstag unseren Nachbarn (Tante und Onkel) einen kleinen Frühlingsgruß (in Form von Tulpen) mit einem Stück Kuchen rüber gebracht. Das kam spontan und ich erwarte dafür nichts, ich freue mich einfach darüber, das ich jemanden eine kleine Freude bereiten konnte.
    Aber Du hast Recht...so einfach handhaben das die wenigsten
    Liebe Grüße
    Bettina

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  6. Liebe Patrica, du hast das geben und nehmen richtig erkannt. Unsere Gesellschaft besteht zum größten Teil nur noch aus Ich-MenscHen, egal ob groß oder klein. Ich wünsche mir mehr Menschlichkeit.Aber Gott sei Dank gibt es noch andere.Gruß Ursula

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  7. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es genau so ist! Wir kommen wieder, um unsere Fehler korrigieren zu können. Wir kommen wieder, um uns mit einem Menschen zu versöhnen, mit dem wir zuvor nicht in Frieden gelebt haben. Wir bekommen immer wieder die Chance - und deshalb ist es nicht unwichtig, wie wir unser Leben leben. Ganz im Gegenteil. Wir können wieder Fehler machen, die wir im nächsten Leben ausgleichen dürfen. Wir dürfen aber auch so wenig Fehler wie möglich machen, um zu wachsen und zu reifen, damit wir zurückkehren können zu unserem Ursprung, der reinen Liebe. Bis dahin wird aber noch viel Wasser den Rhein herunterfließen und wir dürfen in der Zeit noch viiiieeeel lernen und noch viiieeel Gutes tun - völlig uneigennützig. Genau so, wie du es schreibst! Ich danke dir für deine Gedanken, die ich zu 100 Prozent teile!! Ich wünsche dir einen glücklichen Tag! LG Martina

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  8. Hallo Patricia,
    deine Gedanken finde ich sehr gut und nachvollziehbar.
    Meines Erachtens haben wir heute eine Welt mit vielen, vielen Egoisten, die ständig auch nur auf ihren Vorteil bedacht sind. Anderen Menschen helfen oder für sie da sein, so ganz ohne "Gegenleistung"...das kommt anscheinend für viele nicht in Frage.
    Unser Welt ist kälter geworden und auch härter, so jedenfalls mein ganz persönlicher Eindruck.
    Darum versuche ich in meinem kleinen Umfeld es gerade anders zu machen, mir z.B. Zeit zu nehmen für einen Menschen, der vielleicht gerade jemandem zum Zuhören braucht- egal, was eigentlich für eine Aufgabe auf mich gewartet hätte.
    Ich engagiere mich aus ganzem Herzen sehr in der Tiernothilfe, denn gerade diese hilflosen Wesen brauchen Menschen, die einfach helfen und...und...und
    Wenn man bereit ist, auf Menschen (oder Tiere) zuzugehen, ergeben sich so viele Möglichkeiten, Gutes zu tun-
    und das ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Es gibt doch für einen selbst nichts Schöneres als das Gefühl, einfach geholfen zu haben, oder?
    Für mich ist es jedenfalls eine große Bereicherung!
    Liebe Grüße
    Milka

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  9. Liebe Patricia, kluge Worte gut gewählt für wichtige Gedanken. Ich habe mich früher eher mal über den Geltungsdrang der lieben hilfsbereiten Mitmenschen geärgert. Das habe ich lange hinter mir, weil ich glaube und auch die Erfahrung gemacht habe, dass die mit der egoistischen Motivation sich irgendwann selbst entlarven. Ich habe Menschen erleben dürfen, die einfach da sind, wenn es nötig ist und die Wichtigtuer spielen in meinem Leben keine Rolle mehr. Deine Gedanken sind absolut richtig und ich muss auch zugeben, dass es zu meiner jetzigen Einstellung ein langer Weg war. Lass uns einfach im Kleinen gute Dinge tun.
    LG
    Magdalena

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  10. Liebe Patricia,
    dein Post hat mich sehr nachdenklich gestimmt.
    Ich denke dass es ganz wenige Menschen gibt die wirklich ganz uneigennützig Gutes tun.
    Aber du hast Recht, lass uns einfach damit anfangen. Es ist ein Leichtes etwas von Anderen zu erwarten was man selbst nicht besser macht - da nehme ich mich nicht aus.
    Viele liebe Grüße
    Silke

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  11. Liebe Patricia,
    dein Post erinnert mich spontan an den Unwillen, den ich während der Grundschulzeit meiner Kinder immer gespürt habe, wo nach Aufführungen stundenlang Dankestiraden an sämtliche Helfer und Helfershelfer losgelassen wurden - und wehe es wurde einer vergessen: das gab ein Geschrei sondergleichen! Und alle wurden auf die Bühne gezerrt und ließen sich beklatschen! Mann! Das war meistens länger als die ganze Veranstaltung!
    Das Andere was mir in den Sinn kommt ist das Verhalten des Mannes jenseits des großen Teiches, der dort eine Politik führt, die nur darauf aus ist, die vorteilhaftesten Deals abzuschließen!
    Ich glaube aber trotz dieser negativen Beispiele, dass es genug Menschen gibt, die ohne zu nehmen geben, und Zuwendung nicht an die große Glocke hängen - nur hört man von ihnen nichts.....!
    Nichtsdestotrotz ein guter und wichtiger Gedankenanstoß den du machst - beim Putzen kommen einem doch immer prima Ideen!
    Gros bisou
    Sandra

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  12. Du hast so Recht mit dem was du schreibst! Ich ertappe mich oft dabei, dass ich mich verpflichtet fühle, etwas Gleichwertiges zu tun, weil man eben denkt, es wird erwartet. So wie zb. Eine Mama nimmt den Schnecki mit zu sich, weil deren Kind ihn zum Spielen einladen will. Das erste das ich mir denk, ist nicht einfach "fein, wird ein toller nachmittag für ihn", sondern "hmmm, wann soll ich ihr Kind dann mal zu uns nehmen, das gehört sich dann ja so...". Eigenartige Denkweise meinerseits.
    Das mit dem Geld mach ich. Bin auch im Supermarkt mal zur Kasse zurück gegangen, weil ich etwas vergessen hab, aufs Förderband zu legen. Da denk ich mir halt einfach, die arbeiten so hart für das bissl Geld das sie verdienen, da muss ich nicht auch noch mehr Profit, als billige Lebensmittel auf Kosten des Personals, rausschlagen.
    Alles Liebe Babsy

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  13. Liebe Patricia,
    es ist die Großzügigkeit in uns, die fröhlicher, weiter und offener macht.
    Dieses Teil von uns, welches uns ein Lächeln im Gesicht zaubert.
    Denn, wenn ich etwas, wie auch immer was, freiwillig schenke und Schenken ist nur freiwillig möglich, es bedeutet – ich hab genug oder ich habe mehr als genug! Es ist eine innere Haltung, eine Einstellung dem Leben gegenüber.
    Und, weil alles Energie ist, in dem Moment, in dem ich schenke, sende ich unsichtbare Signale „schenken, Freude, viel, großzügig“.
    Es hat mit Vertrauen zu tun.
    Ich schenke, weil es mir eine Freude ist und wenn ich sehe, wie sich jemand freut, was will man mehr :)))
    Du Liebe, danke dir für diesen inspirierenden und nachdenklichen Post, hab es wundervoll, deine Grażyna

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  14. liebe Patricia, an den ANTWORTEN siehst du ja - zumindest hier in diesem kleinen Kreis, dass sich andere sehr wohl darüber bewusst sind wo Egoismus und Gedankenlosigkeit hinführt." Geben ist seliger als nehmen"-ein Spruch der so alt und so wahr ist wie die Welt selbst.
    Und doch sieht man beispielsweise auch in manchen Blogs den Hinweis, ich komme "nur dann zu dir, wenn du mich wiederbesuchst"! Dahinter steht doch das reine ICH - Denken und ganz und gar nicht die Freude einen anderen zu besuchen. Das ist ja nur 1!!! Beispiel, davon gibt es unendlich viele.
    Wer nicht schenken kann ohne etwas dafür zu erwarten und das gilt für alles im Leben - es ist nämlich das uneigennützig sein - der wird nie erleben welch wahre Freude das GEBEN - egal in welcher Form - ist.
    ein toller Beitrag mit ganz viel Tiefe und Hintergrund.
    Ein großer Dank allen die im geheimen ohne davon zu erzählen oder prahlen anderen helfen.
    sehr schöne und sehr treffende Kommentare stehen hier zu diesem Beitrag der wichtig ist. Denn es geht um die Wahrnehmung, die der eigenen und die der anderen!
    Manchmal ist es wichtig wachzurütteln, Bewusstsein zu schaffen, das kann man auch wenn man von eigener Hilfe erzählt, dann hat sie auch einen Sinn.
    bleibe sehr nachdenklich - wie du - zurück..
    herzlich Angelface

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Ich freue mich so sehr über einen Kommentar - herzlichen Dank!

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