Dienstag, 27. Dezember 2016

Projekt zuckerfrei

Was hab ich in den letzten Jahren nicht schon alles ausprobiert zum Thema "gesunde Ernährung".

Angefangen vor 15 Jahren, als mein Sohn zur Welt kam. Da habe ich mir zum ersten Mal Gedanken über Ernährung gemacht. Das geht wohl vielen so, wenn sie plötzlich Verantwortung für ein Kind übernehmen dürfen.

Ich habe angefangen auf Weizen bzw. Weißmehl zu verzichten und hauptsächlich Dinkelnudeln und Vollkornbrot gekauft. Und natürlich Bioeier.

Dann hatten wir sehr bald eine AboGemüseKiste vom Biobauern, in der waren wöchentlich Gemüsesorten die mir vorher völlig unbekannt waren. Naja, ich war ja noch jung und unwissend.

Damals habe ich auch mit Yoga angefangen. Immer auf der Suche nach mir und einem Gefühl für meinen Körper. Habe ich mich doch nie ganz wohl gefühlt, in meiner Haut.
Immer mehr nahm im Laufe der Jahre das Gefühl zu, dass mit meinem Körper etwas nicht stimmt.
Klar, zugenommen habe ich auch das eine oder andere Kilo.


Mit Trennkost habe ich es versucht, dann mich überwiegend Basisch ernährt.

Irgendwann haben wir uns über ein Jahr Vegan ernährt. Mein "Gefühl" für meinen Körper wurde nicht besser. Abgenommen habe ich kein Gramm. Ich denke in unserer veganen Ernährung hat auf jeden Fall etwas gefehlt. Dadurch dass mein Sohn bestimmte Dinge nicht essen wollte, wie z.B. Hülsenfrüchte, habe ich auch nicht ausgewogen gekocht.
Das Thema Essen hat mich immer mehr gestresst.

Dann habe ich es mit einer sanften Darmreinigung probiert. Mit Flohsamenschalenpulver und Heilerde. Das war gut. Ein Anfang. Gleichzeitig habe ich versucht auf Süßigkeiten zu verzichten.

Und gemerkt, dass das so einfach gar nicht funktioniert.


Wir haben angefangen auf Gluten zu verzichten. Gesunde Alternativen zu suchen. Weniger Brot zu essen. Auf Pizza und Pasta verzichtet. Keine Süssen Teilchen, Bretzeln und Weckle vom Bäcker. Und oh Wunder, es ging mir besser. Mein PMS hat sich innerhalb kürzester Zeit verbessert. Der sehr heftige Hautausschlag von meinem Mann, denn bisher kein Arzt heilen konnte, ist weggegangen.

Dann habe ich keine Kohlenhydrate mehr gegessen, denn ich wollte, dass es mir noch besser geht. Ich wollte alles beschleunigen und abnehmen und mich noch besser fühlen.

Fehlanzeige. Mein Körper hat nicht mitgemacht. Ich wurde immer schwächer. Wenn ich die Treppe hoch gegangen bin, habe ich weiche Knie bekommen. Täglich wurde mir schwindelig. Aber glaubt mal ja nicht, dass ich auch nur ein Gramm abgenommen hätte.

Eine liebe Freundin hat mir dann erzählt, dass es verschiedene Ernährungstypen gibt. Und einer davon, bei dem ist es so, wenn er keine Kohlenhydrate mehr isst, meint der Körper er müsste dringend seine Reserven festhalten.

Okay, hab ich verstanden. Also hab ich schön brav wieder Kartoffeln gegessen. Es ging mir schlagartig besser.
Mittlerweile denke ich, wir sind nicht alle gleich. Für jeden passt etwas anderes.


Irgendwann habe ich dann wieder über meinen Zuckerkonsum nachgedacht.
Allerdings wollte ich nicht wirklich glauben, wie ungesund Zucker ist. Aber mir war schon klar, dass ich zuviel davon esse und vor allem nicht darauf verzichten kann. Täglich hatte ich Heisshungerattacken auf Schokolade und Co.

Ihr müsst wissen, ich war eine von der Sorte, die keine angebrochene Tafel Schokolade liegen lassen konnte. Egal was wir an Süßem aufgemacht haben, mein Mann hat 1 oder 2 oder 3 davon gegessen. Ich den Rest. Und zwar bis nichts mehr übrig war. Vorher konnte ich einfach nicht aufhören.

Sind wir Essen gegangen, war mein Highlight der Nachtisch. Auf alles andere konnte ich gut verzichten.

Das hat in meiner Kindheit angefangen. Bei uns gab es immer "Süßen Sprudel" zu trinken. Also Wasser mit Zucker. Morgens zum Frühstück gezuckerte Cornflakes und Co. Süßigkeiten waren immer da - uneingeschränkt. Und es wurde immer für Nachschub gesorgt. Es sagte auch nie jemand: "mach mal langsam, das ist ungesund" oder so was in der Art.
Hat mir das Mittagessen nicht geschmeckt, so konnte ich Nachmittags meinen Hunger mit Schokoriegeln stillen.


So habe ich mich daran gewöhnt, täglich Unmengen von Zucker zu essen. Über Jahre hinweg.

Als ich nun auf Zucker verzichten wollte, musste ich mir leider eingestehen, dass ich süchtig bin.

Meine Haut war mittlerweile sehr schlecht geworden, von meinem Bauchfett mal ganz abgesehen.

Ich habe also beschlossen, erstmal komplett auf Zucker zu verzichten. Damit ich es überhaupt schaffe, habe ich mir Schokolade mit Kokosblütenzucker besorgt. Für die ganz harten Momente. Weil mir klar war, sonst werde ich die Heisshungerattacken nicht überstehen. Das hat ganz gut funktioniert und mittlerweile brauche ich die "Ersatzschokolade" nicht mehr.

Anfangs hatte ich oft Kopfschmerzen und es hat lange gedauert, bis ich an meiner Haut eine Verbesserung feststellen konnte.


Mir wurde klar, dass das ein Prozess ist, der länger dauert und ich keine Wunder über Nacht erwarten kann. Wenn man sich fast sein ganzes bisheriges Leben lang ungesund ernährt hat, also von industriell hergestellter Nahrung und Süßkram, dann braucht der Körper dementsprechend Zeit, sich wieder zu regenerieren und zu reinigen.
Pro Jahr ungesunde Ernährung braucht der Körper ungefähr 1 Monat zur Regeneration.



Ich werde euch auf dem laufenden halten und weiter berichten, wie es mir mittlerweile geht und was sich verändert hat.

Grüße
Patricia


Kommentare:

  1. Liebe Patricia, da bist Du bestimmt auf einem sehr guten Weg. Auf Kohlenhydrate könnte ich auch nicht verzichten, auf industriell hergestellten Zucker schon. Ich bin gespannt, was Du weiter berichtest.
    glg Susanne

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  2. UIIII da erkenn i mi ah wieder,,,,
    bin mal gespannt.... wias weiter geht,,,,,
    bei DIR bei mir,,,gggg

    auf alle FÄLLE wünsch i da no an guaten RUTSCH,,,ins neiche JAHR
    bis bald de BIRGIT

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  3. Sehr sympatisch und ehrlich dein Post und,
    ja, ich bin da genau auch in dieser Schiene verhaftet.
    Auch ich probiere aus und immer geht es eine Zeit gut, dann der Rückfall.
    Jetzt kommt in 14 Tagen ein Arztgespräch, dann werde ich weiter entscheiden, wie ich mich verhalten werde.
    Auf jeden Fall möchte ich dein Blog weiter verfolgen und ich habe dich in meine Blogroll-Liste eingetragen.
    Ein gesundes Neues Jahr und liebe Grüße von mir

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  4. Liebe Patricia, wie schön, daß du dich gemeldet hast. So kann auch ich eine für mich neue Bloggerin entdecken. Diese Zuckersache eint uns schon mal. Da ich eine große Obstliebhaberin bin, mag ich Schokolade und den sonsigen Süßkram kaum. Ganz selten, daß ich da mal nach greife. Dennoch gibt es Zucker natürlich in Hülle und Fülle - schön versteckt in Säften (unfaßbare Mengen), In Senf etc. Ich versuche den Zucker, wo es mir nur möglich ist, zu reduzieren. Nur beim Cappucchino versagt mein Wille. Aber dem habe ich zumindest im neuen Jahr erst einmal entsagt ;-). Ich trinke gerade ganz brav meine Kanne Tee. Ich freue mich darauf, in deinem Blog zu stöbern. Liebe Grüße.

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  5. Liebe Patricia,
    das ist ein sehr interessanter Post, Ernährung ist ja immer ein Thema. Besonders die Feststellung, dass wir auch in Bezug auf die Ernährung verschieden sind ist für mich sehr interessant.
    Zucker ist auch einer der Stoffe, auf die ich versuche weitestgehend zu verzichten, bis mich mein nächster Heißhunger auf Schokolade überfällt, die ich dann auch immer und sofort ganz esse, auch wenn es 200 Gramm sind.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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Ich freue mich so sehr über einen Kommentar - herzlichen Dank!

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