Freitag, 9. Januar 2015

wenn du helle Dinge denkst,

ziehst du helle Dinge an.

Nachdem die Ferien vorbei sind und ich wirklich fast 3 Wochen nichts getan habe, konnte ich mich heute motivieren den Haushalt auf Vordermann zu bringen.

Ich gestehe hiermit: "ich habe keine Putzfrau". Ich weiß dass ist überhaupt nicht schick und viele Frauen gehen lieber arbeiten, damit sie sich eine Haushaltshilfe leisten können, die im besten Fall auch noch Wäsche macht und bügelt. Das ist nicht so ganz meins. Klar macht mir auch nicht alles gleich viel Spaß, manches geht mir leichter von der Hand und bei vielem muss ich mich gehörig anschubsen, damit was passiert. Aber es macht einen Unterschied ob ich selber sauber mache oder jemand "fremdes". Ich hatte auch schon Lebensphasen wo es anders lief und habe ausprobiert putzen zu lassen.  Zufrieden war ich damit nicht. 
Erstens hat es mich total gestresst, wenn ich wusste am Dienstag muss alles aufgeräumt sein. Da hatte ich im Vorfeld schon Druck.
Zweitens war ich nie richtig zufrieden mit dem Ergebnis und habe hinterher bereut dafür Geld ausgegeben zu haben.
Drittens fühlt es sich anders an wenn ich es selber mache, denn es ist meine Energie die fliesst.

Ich finde es wichtig, was man denkt während man putzt. Hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber ich glaube dass das einen Unterschied macht. Schon wenn ich Dinge mit Liebe betrachte, fliesst eine positive Energie. Ich versuche es gerne zu tun und mit meinem Herzen bei der Sache zu sein. Bewusst. Nicht schnell, schnell und Hauptsache ich schaffe so viel wie möglich - am besten alles - an einem Tag.

Ich mache nie alles auf einmal, denn es würde mir schwerer fallen mich aufzuraffen, wenn ich so einen Riesenberg vor mir sehe. Es macht mir weniger aus, jeden Tag was zu tun. 
Einmal die Woche putze ich zusammen mit einer Freundin, bei ihr zu Hause. Sie hat ein Riesenhaus und möchte nicht jeden Tag putzen, also lieber einen Tag die Woche und dann alles einmal durch.
Damit sie sich besser motivieren kann, verabreden wir uns schon eine Woche im voraus und ich gehe zu ihr und wir putzen zusammen.
Das motiviert mich dann wiederrum bei mir zu Hause auch was zu tun.

Heute habe ich erstmal planlos und ohne Konzept angefangen aufzuräumen, alles was nach oben gehört auf die Treppe gelegt und unten Flur, Küche, Wohnzimmer gesaugt - im Schlafanzug. Als ich damit fertig war, habe ich alle Fenster und Türen aufgemacht zum lüften und bin nach oben gegangen um mich im Bad fertig zu machen und anzuziehen. 
Das läuft dann so, dass ich von einem Zimmer ins andere renne. Ich dusche und trockne mich ab, gehe ins Schlafzimmer um Unterwäsche anzuziehen, sehe die Betten und mache erstmal die. Dann wieder ins Bad, wollte ich doch noch Zähne putzen und Haare kämmen. Dann wieder ins Schlafzimmer, Jeans anziehen. Und Socken. Da fällt mir ein, dass ich zwar gestern die Betten frisch bezogen habe, aber das Spannbettlaken noch nicht ausgetauscht ist, weil ich keine Lust mehr hatte. Also ziehe ich das noch schnell ab, denn ich will noch Wäsche waschen. Zurück ins Bad zum Wäscheabwurf. Unterwegs im Kinderzimmer noch Wäsche einsammeln. Die Maschine soll ja voll werden. Im Bad fällt mir ein dass ich noch im Unterhemd bin. Also wieder ins Schlafzimmer.
Wenn ich fertig bin, alle Fenster auf und wieder nach unten.

Unten habe ich erstmal wieder alle Fenster zu gemacht, die Wäsche sortiert und die Maschine laufen gelassen.
Dann den Putzeimer mit Wasser und Reinigungsmittel gefüllt. Ich habe mir vorgenommen, unten den Flur und Eingangsbereich, Gästeklo und Waschküche und oben das Bad, einmal die Woche zu wischen. Also alles was gefliesst ist. Was für mich auch wichtig ist, ist das Reinigungsmittel, denn bei mir läuft viel über die Nase. Ich bin so ein Geruchsmensch und wenn etwas gut riecht, ist das schon die halbe Miete. Wenn ich den Duft im Putzwasser liebe, dann wische ich auch die Böden lieber - übrigens eine Arbeit die mir nicht so leicht von der Hand geht. Ausserdem bin ich ein Glasreinigerjunkie - ich liebe den Geruch von Glasreiniger.
Die Toiletten und Waschbecken - auch die Spiegel - putze ich immer mal zwischendurch. Was ich dafür brauche habe ich im Bad und zwar in doppelter Ausführung, also einmal oben im Bad, einmal unten im Gästeklo. So erspare ich mir die Rennerei und wenn ich gerade sehe dass es nötig ist dann putze ich es gleich. Heute habe ich im Bad zuerst mit dem frischen Wischwasser die Wandfliessen in der Dusche abgerieben (mach ich eher selten) und die Armatur mit Scheuermilch vom Kalk befreit. Zuletzt noch den Boden gesaugt und gewischt.

Zur Belohnung habe ich mir einen grünen Tee mit Hafermilch gegönnt und ein bisschen eure neuen Blogbeiträge gelesen ;-)

Das schreibe ich jetzt nicht um zu demonstrieren was für eine tolle Hausfrau ich bin (empfinde mich eigentlich eher als chaotisch und unorganisiert) sondern in der Hoffnung den einen oder anderen zu motivieren.








Kommentare:

  1. Lach.. ja diese Motivation kommt mir gelegen.. gerade eben habe ich (und mein Göttergatte) kurzerhand eine Wand im Wohnzimmer gestrichen.. jetzt fallen die anderen ungestrichenen Wände erst recht auf.. auch kann man hervorragend sehen, dass mal wieder richtig gewischt werden muss.. von der Staubschicht der Wohnzimmerlampe ganz zu schweigen.. Danke für die Motivation!! Schön, dass Du Deiner Freundin hilfst. Was macht sie denn im Gegenzug, oder ist das zu neugierig?? (Putzen darf sie ja nicht.. grins!!) Liebe Grüße, Nicole (die jetzt die Wohnzimmerlampe in Angriff nimmt!)

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    1. im Gegenzug darf ich bei ihr im Hofladen zu vergünstigten Preisen einkaufen ;-)

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  2. Ich mache auch lieber alles selbst, selbst wenn ich mir eine Reinigungskraft leisten könnte (naja ausser vielleicht bügeln und Fenster putzen, das könnte ich glaub ganz gut abgeben)
    Ich glaube auch an die "Macht der Gedanken" und es macht einen großen Unterschied, mit welcher Einstellung man etwas macht. Bzw. können einen Gedanken auch ganz schön unter Druck setzen und man muss sich vielleicht von ihnen befreien.
    meine Mutter war da sehr perfektionistisch und ich hab mich lange Zeit damit unter Druck gesetzt genauso perfekt sein zu müssen.
    Seit ich anerkannt habe, das ich etwas chaotischer bin, und nicht perfekt sein muss, geht es mir wesentlich besser.

    LG
    Jessi

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Ich freue mich so sehr über einen Kommentar - herzlichen Dank!

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